Mit Streichungen, Knetungen und Dehnung der Muskulatur sowie Druckpunktbehandlungen werden Verspannungen und Verhärtungen der Muskulatur behandelt. Die klassische Massage dient besonders zur Vorbeugung und Behandlung von Verspannungen und Verhärtungen der Muskulatur, zur besseren Durchblutung der Haut und zur Entspannung und gleichzeitigen Vitalisierung des ganzen Menschen.

Die Klassische oder auch Schwedische Massage wird heutzutage weltweit von Masseuren und Physiotherapeuten und praktiziert und ist daher eine der bekanntesten Massageformen. Das liegt unter anderem daran, dass die Klassische Massage wissenschaftlich und medizinisch anerkannt ist und es keine Zweifel an ihrer Wirkung gibt. Über die heilenden Aspekte für die Psyche war sich die medizinische Fachwelt lange nicht einig, inzwischen gibt es aber zahlreiche Nachweise auch für psychische und sogar psychosoziale Wirkungen von Massagen - die maßgeblich durch die Wirkung des Hormons Oxytocin vermittelt sind.

Die Klassische Massage verfügt über fünf Handgriffe, die aufgrund ihrer Wirkung in den unterschiedlichen Phasen einer Massage angewendet werden.

Effleurage (Streichung; von frz. Effleure „flüchtig berühren“)

Die Streichung ist der angenehmste und entspannendste Handgriff der Massage. Sie wird vor allem am Anfang zum Verteilen des Öls eingesetzt und um die Haut des Klienten an die Hand des Therapeuten zu gewöhnen. Während der Behandlung dient sie als Erholungspause zwischen den stärkeren Griffen. Zum Abschluss der Massage wird die Streichung zur Entspannung der gestressten Muskulatur und Erholung für den Patienten angewendet.

Petrissage (Knetung, Walkung; von frz. pétrir„ (durch)kneten“)

Haut und Muskulatur werden entweder zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger oder mit der ganzen Hand/beiden Händen gefasst und geknetet bzw. gewalkt. Bei der Knetung wird die Wirkung auf die Muskulatur von den Händen des Therapeuten erzeugt, bei der Walkung geschieht dies durch den Druck des Muskels auf die darunter liegenden Knochen. Beide Griffe werden vor allem verwendet, um Verspannungen zu lösen. Sie wirken auf die Muskulatur und das Unterhautbindegewebe, und verbessern die Durchblutung.

Friktion (Reibung; von frz. friction „Reibung“)

Die Fingerspitzen oder die Handballen führen kleine, kreisende Bewegungen auf dem Muskel aus. Dieser Griff ist sehr effektiv bei Verspannung und Verhärtungen der Muskulatur.

Tapotement (Klopfung; von frz. tapoter „gegen etw. klopfen; tätscheln“)

Mit der Handkante, der flachen Hand, oder den Fingern werden kurze, schlagende Bewegungen ausgeführt. Diese fördern die periphere Durchblutung, verändern den Tonus der Muskulatur.

Vibration (Erschütterung; von frz. vibration „Schwingung; Zittern“)

Vibrationen werden vom Therapeuten durch so genanntes Muskelzittern erzeugt. Die Fingerspitzen oder die flache Hand werden aufgelegt und der Masseur erzeugt das Muskelzittern. Die Wirkung kann bis in tiefer gelegene Gewebe und Organe reichen. Dieser Handgriff ist lockernd und hat somit unter anderem eine krampflösende Wirkung.

 

Bitte beachten Sie:

Kontraindikationen für Massagen sind:

  • Tumore, Verletzungen, Frakturen, Gefässerkrankungen
  • Thrombosen, akute Venenentzündungen, Verbrennungen, offene Wunden
  • Infektionserkrankungen, Fieber
  • neurologische Ausfälle und schwere neurologische Erkrankungen
  • Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule (akuter Bandscheibenvorfall, akuter Hexenschuss)
  • starke Schmerzen an zu massierenden Stellen
  • Krampfadern der Beine
  • bei Krebs im bestrahlten Gebiet
  • Metallimplantate an der Wirbelsäule / im zu massierenden Gebiet
  • Vorsicht ist geboten bei Gelenksersatz, Bandscheibenoperationen und bei Hauterkrankungen im zu massierenden Gebiet