Im Jahr 2018-2019 habe ich die Ausbildung zur dipl. Reflexzonentherapeutin in der Massageschule Dickerhof Emmenbrücke absolviert. Viel Neues habe ich dabei gelernt. 

Dabei hat sich das Prinzip der "leeren Tasse" bewährt: Ein Studierter hörte, dass ein alter Mann über eine besondere Art von Weisheit verfüge. Die wollte er lernen. Er besuchte den alten Mann in seiner einfachen Behausung. Der stellte eine volle Tasse vor ihn hin und begann Tee einzuschenken. Der Besucher wunderte sich und meinte, in die bereits volle Tasse passe doch nichts mehr hinein. Der Alte daraufhin: "Genau so kommst Du mir vor! Wie soll in dich noch etwas von dem hineinpassen, was ich weiss, wenn du so übervoll mit deinem Wissen zu mir kommst? ;-)

Die Reflexzonentherapeutin behandelt immer ganzheitlich. Sie kann anhand des Befundes die erfasste Gesamtsituation wahrnehmen und eventuelle Überlastungssymptome erkennen. Auf Grund anatomischer und physiologischer Kenntnisse kann sie sich gezielt für die richtige Therapie entscheiden und handeln. Eine so aufgebaute Beziehung hilft das gesundheitsfördernde Verhalten anzuleiten und zu optimieren.  

Die Ausbildung dauerte insgesamt  873 Stunden, davon 531 Stunden Frontalunterricht und beinhaltet mehrere reflektorische Massagetechniken.

Neu dazu gelernt habe ich nun:

Bindegewebemassage -> Diese Massage wurde 1929 von Elisabeth Dicke begründet. Es werden hierbei Haut-, Unterhaut und Faszientechnik zur Behandlung der Bindegewebszonen eingesetzt. Ausgelöst wird dadurch eine Reaktion auf die Haut, die inneren Organe und auf den Bewegungsapparat. Charakteristisch an den Bindegewebszonen ist, dass sie keine spontanen Beschwerden verursachen. Erst beim Ertasten und Behandeln treten sie schmerzhaft in Erscheinung. Sie weisen eine erhöhte Spannung auf und haben eine verminderte Verschiebbarkeit. 

Segmentmassage -> Das ist eine Sonderform der Bindegewebemassage. Einzelne Körpersegmente werden mit der Haut-, Unterhaut und Faszientechnik bearbeitet. Wie auch bei der Bindegewebemassage besteht die Möglichkeit, Einfluss auf das vegetative Nervensystem zu nehmen. Es erfolgt eine Tonusnormalisierung des Bindegewebes sowohl als auch auf die inneren Organe, die Muskulatur, die Nerven und die Gefässe. 

Indikationen für Bindegewebe- und Segmentmassage -> überall dort, wo akute Krankheitsprozesse abgeklungen sind und funktionelle Störungen noch das Beschwerdebild prägen.

- Erkrankungen des Bewegungsapparates (Gelenkserkrankungen, Rheuma, Narben, Arthrosen, Muskeltrauma)

- Neurologische Erkrankungen

- Erkrankungen der inneren Organe (Lunge, Herz, Magen, Darm, Leber, Galle, Blase, Nieren und ableitende Harnwege, u.s.w.)

- Durchblutungsstörungen der Extremitäten und Organe 

- Hormonelle Störungen (in der Schwangerschaft, Menopause, PMS, Menstruationsstörungen, Milchflussstörungen nach der Geburt)

- Kopfschmerzen, Migräne

 

Reflektorische Lymphdrainage am Fuss -> Alle Gewebestrukturen (ausser dem Zentralnervensystem, den Augäpfeln, dem Knochenmark, den Finger- und Zehennägeln) verfügen über Lymphgefässe. Wussten Sie, das jeder Lymphknoten in unserem Körper ein eigenständiges Organ mit Nerv, Arterie und Vene ist? Wir haben ca. 600-700 Lymphknoten in unserem Körper. Davon ca. 160 im Halsbereich. Der Zweck der Lymphdrainage ist, Körperflüssigkeiten zum Strömen zu bringen... Sei es, dass diese aus den verschiedensten Gründen zum Erliegen kamen, sei es, dass dieser Strom beschleunigt werden soll. Sie soll Schlacken (also unsere Müllabfuhr) aus dem Bindegewebe wegbringen und die Stoffwechselfunktion verbessern. Stauungszustände  werden dadurch bereinigt. Die Lymphdrainage senst einerseits mechanisch auf das Gefässsystem der Lymphe, andererseits haben diese mechanischen Reize eine direkte Wirkung auf das vegetative Nervensystem. Richtig angewandt tritt eine Entspannung und Ermüdung ein. Auch hier arbeite ich also reflektorisch am Fuss. An der Fusssohle werden die lymphatischen Organe vorbereitet und aktiviert. Mit sanften, völlig schmerzfreien Streichungen auf dem Fussrücken, bringe ich den Körper wieder zum Fliessen. Davon profitiert auch die Seele. Es kann sogar sein, dass sich mit der Behandlung plötzlich eine Lösung für ein lang angestautes Problem zeigen kann.

Einige Indikationen für diese entspannende Behandlung:

- Steigerung der Immunabwehr

- Leichte Lymphödeme und Krampfadern

- Schwere, geschwollene Beine (auch in der Schwangerschaft)

- Hauterkrankungen

- Allergien

- Kopfschmerzen/Migräne

- Schnupfen

- Zur Anregung der Wundheilung

- Starke Muskelverspannungen

- Verdauungsstörungen/Blähungen

- PMS

- Rheumatische Erkrankungen

- Stress (psychisch als auch physisch)

  

Fussreflexzonentherapie bei Wirbelsäulenbeschwerden -> Unsere gesamte Wirbelsäule findet sich auch an beiden Innenseiten der Füsse wieder. Mit gezielten sedierenden Griffen kann ich Wirbelblockaden und damit verbundene verspannte Rückenmuskulatur auch am Fuss lösen. Da jedem Wirbel wiederum auch ein bestimmter Funktionskreis physisch als auch psychisch zugeordnet wird, habe ich einen Einfluss auf eigentlich alle Beschwerden welche beim Menschen auftreten können. 

Einige Indikationen:

- Rückenprobleme aller Art

- chronische Störungen

-  Verdauungsprobleme

- Unterleibsprobleme

- Kopfschmerzen

- Energiemangel

- Zur Schmerzlinderung z.B. nach einem chirurgischen Eingriff

- Zur Blut- und Lymphzirkulation

 

Triggerpunkt Myofasziale Schmerz-Reflexzonenpunkte -> Myofasziale Schmerzen gehören zu den häufigsten Ursachen für chronischen Schmerz. Die Muskulatur ist sehr häufig direkt für Schmerzen verantwortlich. Die Stelle an dem der Schmerz empfunden wird, liegt aber oft weit entfernt von dem Punkt, wo der Schmerz entstanden ist. Das ist der Grund, weshalb die muskulären Ursachen von Schmerzen oft übersehen werden. Erst das Wissen um das Phänomen des übertragenen Schmerzes macht aus den häufigen Diagnosen wie Rückenschmerzen, Schulter-Armschmerzen, Tennisellbogen, Knieschmerzen, Kopf- und Nackenschmerzen klinisch erklärbare Pathologien. Ausserdem verstärkt psychischer Stress leider immer die Triggerpunktaktivität!

Mikroskopisch gesehen sind Triggerpunkte mikroskopisch kleine Zonen in einem Muskel, in welchem gewisse Muskelfaserabschnitte zusammengezogen sind und sich nicht mehr lösen können. Die verspannten Muskelfaserbündel führen einerseits dazu, dass der Muskel nicht mehr voll funktionsfähig ist. Andererseits werden dadurch die kleinsten, den Muskel versorgenden Blutgefässe komprimiert. Die betroffenen Muskelareale werden somit weniger durchblutet und dadurch fehlt der notwendige Sauerstoff. 

 

Narbenentstörung -> Narben als Folge von OP's, Impfungen, Verletzungen können Einfluss auf den Energiefluss im Körper haben. Ebenfalls können Narben die Gewebedurchblutung negativ beeinflussen und Organfunktionen einschränken. Lymphe und Nervenimpulse können nicht mehr frei fliessen. Vor allem wenn sich eine Narbe taub anfühlt, juckt, schmerzt oder gerötet ist, besteht Verdacht auch ein Narbenstörfeld. Je mehr Narben ein Mensch hat, umso grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass Beschwerden auftreten.